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"Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?"


"Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?"

(2008-03-14 15:22:20) Autor: Peter Fischbach

"Oberstleutnant Klaus Wichtrup weist in seiner Ansprache vor allem auf
die Wichtigkeit der Wehrpflicht hin: "Das Ende der Wehrpflicht gilt als
eingeläutet. 20 von 26 Nato-Ländern haben die Wehrpflicht abgeschafft
oder wollen dies tun. Das kann aber für Deutschland kein Maßstab sein.
Wir müssen eine öffentliche Debatte zur Wehrpflicht führen. Schließlich
gibt es gute Gründe, die Wehrpflicht beizubehalten." Wichtrup betont
hierbei den Einsatz der Bundeswehr bei Naturkatastrophen oder
Terrorgefahr. "Zudem garantiert die Wehrpflicht eine tragfähige Bindung
zwischen der Armee und der Bevölkerung.""

Der Staat zwingt also junge Männer unter Strafandrohung, solange in der
Gegend rumzustehen, bis einige vor Erschöpfung umfallen. Eine Handlung
die eigentlich schon an Folter grenzt.

Das einzige, was dem Zeitungsschreiberling dazu einfällt, ist die
süffisante Frage:

"Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?"

Ist ja geradezu ergreifend, diese mitfühlende Verbindung zwischen Volk
und Armee...

http://www.szon.de/lokales/ehingen/ehingen/200803070843.html?apage=1&SZONSID

"Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?"

(2008-03-18 10:54:13) Autor: General

"Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?"

(2008-03-18 10:54:13) Autor: Andre Ilausky

Peter Fischbach schrieb:
> "Oberstleutnant Klaus Wichtrup weist in seiner Ansprache vor allem auf
> die Wichtigkeit der Wehrpflicht hin: "Das Ende der Wehrpflicht gilt als
> eingeläutet. 20 von 26 Nato-Ländern haben die Wehrpflicht abgeschafft
> oder wollen dies tun. Das kann aber für Deutschland kein Maßstab sein.

Ja, warum auch?! Aus irgendwelchen Gründen ist D ständig ein Sonderfall.

Was ich bei BW-Offiziellen nicht verstehe, ist, dass sie sich über
jährliche Investitionslücken in Milliardenhöhe beschweren, aber für
diese Lücken zu einem großen Teil selbst verantwortlich sind - indem sie
Jahr für Jahr an den Wehrpflichtigen festhalten und die Probleme immer
weiter vergrößern. [1]
Was nicht gut ist. [2]

Ähnlich bei den Bundespolitikern. Die sollten den Verteidigungshaushalt
besser um "echte" fünf Milliarden Euro aufstocken, die sowieso als
versteckte Nebenkosten der Wehrpflicht draufgehen. [3]

[1]
<http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,501355-2,00.html>;
Forscher der Bundeswehruniversität in München gehen noch weiter. Die
Experten für Sicherheits- und Militärökonomie ermittelten unter
bestimmten Voraussetzungen sogar klare Kostenvorteile für ein
Berufsheer. Ihrer Meinung nach könnte der Bund etwa 7 Prozent seines
Verteidigungshaushalts sparen, wenn er die Wehrpflicht abschafft - rund
zwei Milliarden Euro jährlich.

[2] <http://www.tagesschau.de/inland/meldung36700.html>;
Knapp drei Viertel der Berufssoldaten würden ihnen nahe stehenden
Personen den Dienst in den Streitkräften nicht empfehlen. [...]
Hauptursache für diese Einschätzung ist laut Gertz die "massive
Unterfinanzierung" der Armee seit Anfang der neunziger Jahre. [...]
Besonders negativ ist der Umfrage zufolge das Stimmungsbild bei
Soldaten, die an Auslandseinsätzen beteiligt sind. Nur jeder vierte
Befragte beurteile die materielle Ausstattung positiv, dagegen hielten
71,63 Prozent ihre Ausrüstung für "mittelmäßig" bis "sehr schlecht".

[3]
<http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,501355,00.html>;
"Die wahren Kosten der Bundeswehr fallen im offiziellen Militärbudget
unter den Tisch", sagt Wolf Schäfer, Professor an der Universität der
Bundeswehr in Hamburg. Der Volkswirt hat nachgerechnet: "Alle
Belastungen aus der Wehrpflicht eingerechnet, müsste Deutschlands
Verteidigungshaushalt von derzeit rund 28 Milliarden Euro um 18 bis 20
Prozent höher ausfallen als er offiziell ausgewiesen wird", schätzt Schäfer.

> Wir müssen eine öffentliche Debatte zur Wehrpflicht führen. Schließlich
> gibt es gute Gründe, die Wehrpflicht beizubehalten." Wichtrup betont
> hierbei den Einsatz der Bundeswehr bei Naturkatastrophen oder Terrorgefahr.

Huh?

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-18 13:07:50) Autor: Harald Maedl

Andre Ilausky schrieb:
>
> [2] <http://www.tagesschau.de/inland/meldung36700.html>;
> Knapp drei Viertel der Berufssoldaten würden ihnen nahe stehenden
> Personen den Dienst in den Streitkräften nicht empfehlen. [...]
> Hauptursache für diese Einschätzung ist laut Gertz die "massive
> Unterfinanzierung" der Armee seit Anfang der neunziger Jahre. [...]
> Besonders negativ ist der Umfrage zufolge das Stimmungsbild bei
> Soldaten, die an Auslandseinsätzen beteiligt sind. Nur jeder vierte
> Befragte beurteile die materielle Ausstattung positiv, dagegen hielten
> 71,63 Prozent ihre Ausrüstung für "mittelmäßig" bis "sehr schlecht".

Hauptgrund mangelnder Empfehlung zum Dienst in den Streitkräften ist
die zum Teil unwürdige Behandlung der Soldaten von den zentralen
personalbearbeitenden Dienststellen, z.B. mehr oder weniger gewillkürte
Versetzungen, zeitlich befristete Auslandsaufenthalte nur innerhalb
eines zeitlichen Rahmens, dass diese nicht auf auf die spätere Pension
angerechnet werden, fehlende Planbarkeit für das private Umfeld,
plötzliche Versetzungen ohne Berücksichtigung von Familie und Hausstand
und ohne angemessenen zeitlichen Rahmen, unangemessenes Zulagensystem
mit unglaublichem Papierkrieg, Probleme mit "Karriere" bei Verwundung
im Kriegseinsatz und nachfolgenden Beschränkung der körperlichen
Eignungsfähigkeit, mangelnde Kameradschaft durch immer größer werdendes
Karrieredenken bei zugleich knappen Angebot an Aufstiegsmöglichkeiten,
insbesondere auch im Unteroffizierskorps usw etc pp.
Und ganz am Schluß kommt die zum Teil hundsmiserable und für bestimmte
Gebiete der Welt vollkommen untaugliche Ausrüstung und Gerätschaft.
Aber damit könnten die Soladten noch leben bzw sterben. Dennoch ist
jeder Soldat der BW ist froh, wenn er im Auslandseinsatz zu den Amis
abkommandiert wird, weil es dort im Vgl zur BW bezüglich Verpflegung
und Ausrüstung wie im Himmelreich zugeht.

--ã
Grüße
Harald

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-19 10:46:02) Autor: Andre Ilausky

Harald Maedl schrieb:
> Andre Ilausky schrieb:
>> [2] <http://www.tagesschau.de/inland/meldung36700.html>;
>> Knapp drei Viertel der Berufssoldaten würden ihnen nahe stehenden
>> Personen den Dienst in den Streitkräften nicht empfehlen. [...]
>> Hauptursache für diese Einschätzung ist laut Gertz die "massive
>> Unterfinanzierung" der Armee seit Anfang der neunziger Jahre. [...]
>> Besonders negativ ist der Umfrage zufolge das Stimmungsbild bei
>> Soldaten, die an Auslandseinsätzen beteiligt sind. Nur jeder vierte
>> Befragte beurteile die materielle Ausstattung positiv, dagegen hielten
>> 71,63 Prozent ihre Ausrüstung für "mittelmäßig" bis "sehr schlecht".
>
> Hauptgrund mangelnder Empfehlung zum Dienst in den Streitkräften ist
> die zum Teil unwürdige Behandlung der Soldaten von den zentralen
> personalbearbeitenden Dienststellen,
[...]
> Und ganz am Schluß kommt die zum Teil hundsmiserable und für bestimmte
> Gebiete der Welt vollkommen untaugliche Ausrüstung und Gerätschaft.
> Aber damit könnten die Soladten noch leben bzw sterben. Dennoch ist
> jeder Soldat der BW ist froh, wenn er im Auslandseinsatz zu den Amis
> abkommandiert wird, weil es dort im Vgl zur BW bezüglich Verpflegung
> und Ausrüstung wie im Himmelreich zugeht.

Ich kann davon ausgehen, dass du die Studie gelesen hast?

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-19 10:51:34) Autor: Andre Ilausky

Harald Maedl schrieb:
> Andre Ilausky schrieb:
>> [2] <http://www.tagesschau.de/inland/meldung36700.html>;
>> Knapp drei Viertel der Berufssoldaten würden ihnen nahe stehenden
>> Personen den Dienst in den Streitkräften nicht empfehlen. [...]
>> Hauptursache für diese Einschätzung ist laut Gertz die "massive
>> Unterfinanzierung" der Armee seit Anfang der neunziger Jahre. [...]
>> Besonders negativ ist der Umfrage zufolge das Stimmungsbild bei
>> Soldaten, die an Auslandseinsätzen beteiligt sind. Nur jeder vierte
>> Befragte beurteile die materielle Ausstattung positiv, dagegen hielten
>> 71,63 Prozent ihre Ausrüstung für "mittelmäßig" bis "sehr schlecht".
>
> Hauptgrund mangelnder Empfehlung zum Dienst in den Streitkräften ist
> die zum Teil unwürdige Behandlung der Soldaten von den zentralen
> personalbearbeitenden Dienststellen,
[...]
> Und ganz am Schluß kommt die zum Teil hundsmiserable und für bestimmte
> Gebiete der Welt vollkommen untaugliche Ausrüstung und Gerätschaft.
> Aber damit könnten die Soladten noch leben bzw sterben. Dennoch ist
> jeder Soldat der BW ist froh, wenn er im Auslandseinsatz zu den Amis
> abkommandiert wird, weil es dort im Vgl zur BW bezüglich Verpflegung
> und Ausrüstung wie im Himmelreich zugeht.

Ich kann davon ausgehen, dass du die Studie gelesen hast?

dbwv.de:
"Der DBwV habe keinen Zweifel daran, dass nahezu alle zutage getretenen
Probleme sich letztlich auf die spätestens seit Anfang der neunziger
Jahre bestehende massive Unterfinanzierung der Armee bei Personal,
Betrieb und Investitionen zurückführen lassen."

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-19 13:00:16) Autor: Harald Maedl

Andre Ilausky schrieb:
>
> Ich kann davon ausgehen, dass du die Studie gelesen hast?

Nein, hast du zufälligerweise einen Link, der die gesamte Studie zeigt?
Ich kenne lediglich den Bericht des Wehrbeauftragten, der sich auf
diese Studie bezieht. Und ich kenne das Klagen von aktiven Soldaten im
Bekanntenkreis.

> dbwv.de:
> "Der DBwV habe keinen Zweifel daran, dass nahezu alle zutage
> getretenen Probleme sich letztlich auf die spätestens seit Anfang der
> neunziger Jahre bestehende massive Unterfinanzierung der Armee bei
> Personal, Betrieb und Investitionen zurückführen lassen."

Ja, aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.

--
Grüße
Harald

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-20 10:56:48) Autor: Andre Ilausky

Harald Maedl schrieb:
>> Ich kann davon ausgehen, dass du die Studie gelesen hast?
>
> Nein, hast du zufälligerweise einen Link, der die gesamte Studie zeigt?

<http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/DBWV Gesamt.pdf/$FILE/DBWV Gesamt.pdf>
<http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/Band 1.pdf/$FILE/Band 1.pdf>
<http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/Band 2.pdf/$FILE/Band 2.pdf>

Nur etwa 1200 Seiten. Tob dich aus ;)

>> dbwv.de:
>> "Der DBwV habe keinen Zweifel daran, dass nahezu alle zutage
>> getretenen Probleme sich letztlich auf die spätestens seit Anfang der
>> neunziger Jahre bestehende massive Unterfinanzierung der Armee bei
>> Personal, Betrieb und Investitionen zurückführen lassen."
>
> Ja, aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.

Das ist die "Wahrheit", die der BundeswehrVerband daraus zieht.


Frohe Ostern.

&quot;Ob es den jungen Mann mit dem roten Barett auch erwischt hat?&quot;

(2008-03-20 12:08:34) Autor: Harald Maedl

Andre Ilausky schrieb:
> Harald Maedl schrieb:
>>> Ich kann davon ausgehen, dass du die Studie gelesen hast?
>>
>> Nein, hast du zufälligerweise einen Link, der die gesamte Studie
>> zeigt?
>
> <http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/DBWV Gesamt.pdf/$FILE/DBWV Gesamt.pdf>
> <http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/Band 1.pdf/$FILE/Band 1.pdf>
> <http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/FILES/Band 2.pdf/$FILE/Band 2.pdf>
>
> Nur etwa 1200 Seiten. Tob dich aus ;)

Herzlichen Dank! Nicht dass ich zu faul gewesen wäre, diese zu suchen,
aber auf den dbwv-Seiten konnte ich über die Suchfunktion selbiges
nicht ausfindig machen. Naja, zum Austoben habe ich ja jetzt ein paar
freie Ostertage.

Danke nochmals und
Schöne Feiertage

Grüße
Harald