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Re: Israel will "Erinnerungspolitik" ablehnen


Re: Israel will "Erinnerungspolitik" ablehnen

(2004-07-01 10:07:58) Autor: General

Re: Israel will "Erinnerungspolitik" ablehnen

(2004-07-01 10:07:58) Autor: bartelg77@yahoo.com (George B.)

"Frank Bügel" wrote in message news:...
> Rajko Hartmann schrieb:
> >
> > Frank Bügel schrieb:
> >
> > >>Allerdings finde ich dort auch solch bedenkenswerte Sätze wie: "Das
> > >>Potsdamer Abkommen regelt verbindlich u.a. die Aussiedlungen Deutscher
> > >>aus den souveränen Staaten Tschechien und Polen, deren Nachkriegsfrieden
> > >>gerade durch diese Umsiedlung gewährleistet werden sollte"
> > >>
> > >>Gewiß, vorbildlich, das finde ich ehrlich überlegenswert!
...
> Hallo Rajko,
>
> > sorry - aber ich seh mich gezwungen die Polen etwas in Schutz zu nehemn:
> > Die Polen wurde aus Ihrem Land im Osten genauso rausgeworfen wie sie
> > dann im Westen die Deutschen rausgeworfen haben. Wenn wer was geraupt
> > hat dann halten euch an die SU bzw. das heutige Rußland.
>
> Es ist richtig, daß die Polen im Osten ausgesiedelt wurden und Stalin
> den polnischen Staat nach Westen verschob. Die historischen Hintergründe
> werden aber zumeist wenig beachtet:

Eines sollte man da dann auch sicher nicht vergessen:
5.11.1916 Deutschland und Österreich proklamieren ein selbständiges
Königreich Polen
http://www.dhm.de/lemo/html/1916/


> 1919 Polnisches Militär besetzt im April das Wilna-Gebiet.
>
> 1920 Bündnis zwischen Polen und der Ukrainischen Volksrepublik führt zum
> polnisch-sowjetischen Krieg. Nach Vorstoß auf Warschau wird die Rote
> Armee an der Weichsel geschlagen. Festlegung der Ostgrenze Polens im
> Frieden von Riga 1921. http://www.ewis.de/pllkgesch.html
>
> Die weißrussische Republik "verlor nach dem russisch-polnischen Krieg im
> Frieden von Riga 1921 ihren westlichen Teil an Polen." (u.a. Grodno,
> Brest und Pinsk) http://www.muz-online.de/europe/belarus1.html
>
> Der polnische Bevölkerungsanteil in Ostpolen betrug 23 %. Bei einer
> entsprechenden Volksabstimmung hätte dies zum Verlust dieser Gebiete für
> Polen führen müssen. Das Gebiet schlug Stalin nach seinem Einmarsch 1939
> sofort Weißrußland wieder zu. Doch zuvor der polnische, antideutsche
> Chauvinismus:
>
> "1930/31 gibt der polnische Staatspräsident Planungen für einen Marsch
> auf Berlin in Auftrag, die Presse spricht von "Notwendigkeit" und
> "Unvermeidbarkeit" eines zukünftigen Krieges gegen Deutschland.
> Rechtfertigung der Bestrebungen ist die historische slawische
> Besiedelung der Gebiete zwischen Elbe und Oder vor der Landnahme der
> Deutschen im frühen Mittelalter.

Wahrlich ein friedliebendes Land, dass da 1939 ueberfallen wurde!
Wieviel Kriege haben die in den 20 Jahren zuvor gefuehrt. Jetzt
verstehe ich auch warum in den meisten Buechern der 2.WK. mit dem
1.9.1939 anfaengt und die Vorgeschichte bequem unterschlagen wird.

> England und Frankreich versagen zu diesem Zeitpunkt jedoch jegliche
> Unterstützung für eine Aggression gegen Deutschland."
> http://www.ostrakismos.net/kommentare/kom067/kom067.html
>
> Diese Ziele und Forderungen wurden von polnischer Seite auch während des
> Krieges aufrecht erhalten...
>
> --snip--
> Gebietsansprüche Polens
>
> Ostpolen an Russland, Ostpreussen an Polen
> Von Oscar Lange -polnischer Sozialistenführer
>
> Polen will aufrichtige Freundschaft mit Russland und glaubt, den
> Konflikt zwischen den zwei Nationen lösen zu können. Wir, die polnischen
> Sozialisten, würden Ostpolen den Russen *zurückgeben*.
>
> Gleichzeitig wollen wir, dass Ostpreussen in der Zukunft zu Polen
> gehört. Ein kühner Vorschlag eines Sozialisten, ich weiss. Doch
> Ostpreussen, der Sitz der Junker, darf nie mehr wieder zu Deutschland
> gehören. Von Ostpreussen her wurden die europäischen Kriege organisiert.
> Es wäre ein Verbrechen, Nachsicht gegenüber Deutschland zu üben.
> ("Aufbau", 25. Juni 1943) http://aufbauonline.com/2003/issue12/22.html
> --schnapp---
>
> ... und nach dem Krieg in verbrecherischer Weise nicht nur mit
> Ostpreußen, sondern auch in Schlesien und Pommern umgesetzt. Der heutige
> Grenzverlauf entspricht den polnischen Forderungen von 1930/31, die bis
> 1939 offen und unverhohlen zum Ausdruck gebracht wurden.
>
> Mir geht es hier nicht darum, die heute in den ehemals rein deutschen
> Gebieten lebenden Polen zu stigmatisieren. Polen sicherte aber effektiv
> seinen Landraub von 1919/1921 durch den "Tausch" des ehemals eroberten
> weißrussischen Gebietes in deutsches Gebiet.
>
> MfG Frank