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Regeln im Einsatz


Regeln im Einsatz

(2005-01-04 11:03:03) Autor: Markus Ritter

Hallo zusammen,

aus meiner Ausbildung (liegt jetzt auch schon 11-13 Jahre zurück) sind
mir verschiedene Dinge immer noch sehr präsent. Zwei davon wollte ich
hier mal zur Diskussion stellen:


"Keine Sperre ohne Sicherung"
Als wir mal Feinddarsteller waren und eine Sperre ohne Sicherung gebaut
haben, haben wir festgestellt, dass ihre Räumung viel länger gedauert
hat, als die der mit DM12 gesicherten. Wir mussten deswegen dann
allerdings auch einen Anschiss vom Leitenden abwehren.

"Am Waldrand klebt Blut" (je nach Ausbilder auch Scheisse)
Wenn da aber keiner mehr schaut, weil man sich da ja sowieso nicht
hinlegt, könnte es sich durchaus als Vorteil erweisen (zumindest, wenn
die Gegner vom gleichen OFR ausgebildet wurden wie ich :-)


Da diese zwei Aussagen immer wie ein Mantra aufgesagt wurden, wollte ich
mal nachfragen, ob das hier genauso gesehen wird.

Gruss
Markus

Regeln im Einsatz

(2005-01-04 12:00:02) Autor: General

Regeln im Einsatz

(2005-01-04 12:00:02) Autor: Markus Machner

Markus Ritter wrote:

> Da diese zwei Aussagen immer wie ein Mantra aufgesagt wurden, wollte ich
> mal nachfragen, ob das hier genauso gesehen wird.

Wenn Du auf eine Waldkante zugehst ist etwa 100-200 Meter davor ein gut
versteckter Alarmposten.

Der Alarmposten meldet und die eigenen Kräfte machen Vorneverteidigung.

Die Einheit springt in den nächsten Wald.

Dummerweise hat man nur ein MG und das hat meistens der Alarmposten. Die
Panzerfaust 200 Meter daneben und auch vorgeschoben kann da auch nicht
wirklich helfen. Tests, das MG bei der Gruppe zu belassen und den
Alarmposten aufzugeben waren sehr erfolgreich. (Ein bis zwei Mann Verlust,
aber die Gruppe hat das MG) Die Soldaten die den Alarmposten stellen hat
das weniger gefreut.

GruÃź,
Markus

Regeln im Einsatz

(2005-01-04 14:20:24) Autor: Juergen Nieveler

Markus Ritter wrote:

> "Keine Sperre ohne Sicherung"
> Als wir mal Feinddarsteller waren und eine Sperre ohne Sicherung gebaut
> haben, haben wir festgestellt, dass ihre Räumung viel länger gedauert
> hat, als die der mit DM12 gesicherten. Wir mussten deswegen dann
> allerdings auch einen Anschiss vom Leitenden abwehren.

Was meinst Du mit "mit DM12 gesichert"? Eine Sperre zu sichern heißt
nach meinem Verständnis: Eine Gruppe hat die Sperre permanent im
Schußfeld, jeder der versucht sie zu räumen wird beschossen.

Hauptaufgabe einer Sperre ist ja zu verhindern, das dort in großem
Umfang Truppen mit Fahrzeugen durchkommen - gegen Infanterie kann man
nicht zuverlässig Sperren errichten. Ergo wird eine Sperre gebaut die
Fahrzeuge aufhält, und der Sicherungstrupp stellt sicher das
abgesessene Infanterie die Sperre nicht einfach beseitigen kann.

Juergen Nieveler
--
"The great thing about America is everybody should vote." George W. Bush -
Austin, Texas, Dec. 8, 2000

Regeln im Einsatz

(2005-01-04 16:58:13) Autor: Markus Ritter

Juergen Nieveler schrieb:
> Markus Ritter wrote:
>
>
>>"Keine Sperre ohne Sicherung"
>>Als wir mal Feinddarsteller waren und eine Sperre ohne Sicherung gebaut
>>haben, haben wir festgestellt, dass ihre Räumung viel länger gedauert
>>hat, als die der mit DM12 gesicherten. Wir mussten deswegen dann
>>allerdings auch einen Anschiss vom Leitenden abwehren.
>
>
> Was meinst Du mit "mit DM12 gesichert"?

Man sollte vielleicht hinzufügen, dass ich nicht bei echten Soldaten
war, sondern bei den bewaffneten Spediteuren aka Nachschubtruppe.

Die Sperren, mit denen "wir" zu tun hatten waren nicht die, die sich ein
Infanterist so vorstellt. Bei uns war eine Sperre ein gefällter Baum,
ein mittig auf der Fahrbahn abgestelltes Fahrzeug, etc. All das, was ein
Saboteur, bzw. eingesickerte Feindkräfte so auf die Schnelle hinbekommen
um zu verhindern, dass die Panzergeschosse auch zu den Panzern kommen.

Und die waren eben laut Lehrbuch mit Handgranaten, selbst gebauten
Sprengfallen, oder Feindkräften mit Infanteriewaffen gesichert.

Markus