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Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland


Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-06 05:07:27) Autor: bartelg77@yahoo.com (George B.)

Albrecht Kolthoff wrote in message news:...

[Ablenkungsmanoever von Kolthoff entfernt]


> >Ich schilderte nur die historische Wahrheit. Hitlers
> >Zivilisationsentwurf hatte soviel Anziehungskraft auf andere europäische
> >Staaten
>
> ... dass sie sich bereitwilligst von Hitlers Wehrmacht überfallen und besetzen
> ließen. Nein, vielmehr luden sämtliche kontinentale Regierungen Hitler ein, er
> möge doch endlich einmarschieren lassen und seine Werk der Vorsehung beginnen.

Kolthoff lügt wieder einmal (neben dem sonstigen fuer ihn typischen
Difamierungsversuchen). Fakt ist es gab auch in den meisten anderen
europaeischen Staaten Bewegungen die im Nationalsozialismus ihr
Vorbild sahen. Man denke nur mal an den NSB in den Niederlanden. Heute
wollen die Hollaender davon natuerlich nichts mehr wissen. Spricht aus
der buchstaeblichen "Politischen Korrektheit" der Hollaender
vielleicht eine Art "schlechtes Gewissen", weil man nicht von Anfang
an auf der "Siegerseite" war?


> So in etwa muss das für Lügels aussehen.
Nein so sieht das fuer den neutralen Beobachter aus:
http://www.white-history.com/hwr64iii files/nazis welcome holland.jpg
http://www.white-history.com/hwr64iii files/DUtch SS.jpg
siehe auch:
http://www.feldgrau.com/norway.html
es gab sogar "islamische Kameraden":
http://www.feldgrau.com/foreign.html
Wahrlich eine kunterbunte Truppe (Inder):
http://www.feldgrau.com/azadhind.html
und auch auf deutsch:
http://www.militaerhistorie.de/Vortragsberichte/Waffen-SS/waffen-ss.html

> [Kotzigegreine in die Tonne getreten]

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-08 01:27:03) Autor: General

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-08 01:27:03) Autor: Christian Ade

George B. wrote:

> Albrecht Kolthoff wrote in message news:...
>
> [Ablenkungsmanoever von Kolthoff entfernt]
>
>
>
>>>Ich schilderte nur die historische Wahrheit. Hitlers
>>>Zivilisationsentwurf hatte soviel Anziehungskraft auf andere europäische
>>>Staaten
>>
>>... dass sie sich bereitwilligst von Hitlers Wehrmacht überfallen und besetzen
>>ließen. Nein, vielmehr luden sämtliche kontinentale Regierungen Hitler ein, er
>>möge doch endlich einmarschieren lassen und seine Werk der Vorsehung beginnen.
>
>
> Kolthoff lügt wieder einmal (neben dem sonstigen fuer ihn typischen
> Difamierungsversuchen). Fakt ist es gab auch in den meisten anderen
> europaeischen Staaten Bewegungen die im Nationalsozialismus ihr
> Vorbild sahen. Man denke nur mal an den NSB in den Niederlanden. Heute
> wollen die Hollaender davon natuerlich nichts mehr wissen. Spricht aus
> der buchstaeblichen "Politischen Korrektheit" der Hollaender
> vielleicht eine Art "schlechtes Gewissen", weil man nicht von Anfang
> an auf der "Siegerseite" war?

Wohl eher Scham vor der eigenen schändlichen Vergangenheit. Rechte
Gruppierungen die im deutschen Nationalsozialismus ein Vorbild sahen gab
es in ganz Europa, wie heute auch. Repräsentativ sind und waren sie
trotzdem nicht, von einer in Europa vorherrschenden überwältigenden
Anziehungskraft eines "Zivilisationsentwurfs" Hitlers (bereits die
Begriffe "Zivilisation" und "Hitler" miteinander in Bezug zu bringen
zeugt von einer recht verquerten Logik) kann also gar keine Rede sein.
Kolthoff hat also völlig recht.

--
Christian Ade

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-08 12:20:01) Autor: "Frank Bügel"

Christian Ade schrieb:
>
> George B. wrote:
>
> > Albrecht Kolthoff wrote in message news:...
> >
> > [Ablenkungsmanoever von Kolthoff entfernt]
> >
> >
> >>>Ich schilderte nur die historische Wahrheit. Hitlers
> >>>Zivilisationsentwurf hatte soviel Anziehungskraft auf andere europäische
> >>>Staaten
> >>
> >>... dass sie sich bereitwilligst von Hitlers Wehrmacht überfallen und besetzen
> >>ließen. Nein, vielmehr luden sämtliche kontinentale Regierungen Hitler ein, er
> >>möge doch endlich einmarschieren lassen und seine Werk der Vorsehung beginnen.
> >
> >
> > Kolthoff lügt wieder einmal (neben dem sonstigen fuer ihn typischen
> > Difamierungsversuchen). Fakt ist es gab auch in den meisten anderen
> > europaeischen Staaten Bewegungen die im Nationalsozialismus ihr
> > Vorbild sahen. Man denke nur mal an den NSB in den Niederlanden. Heute
> > wollen die Hollaender davon natuerlich nichts mehr wissen. Spricht aus
> > der buchstaeblichen "Politischen Korrektheit" der Hollaender
> > vielleicht eine Art "schlechtes Gewissen", weil man nicht von Anfang
> > an auf der "Siegerseite" war?
>
> Wohl eher Scham vor der eigenen schändlichen Vergangenheit.

Auch der sollte nicht als Vorwand dienen, sich nicht die politische
Ausgangslage in Europa vor dem Krieg zu vergegenwärtigen. Das
Zionisten-Blatt "Aufbau" beurteilte die Lage wie folgt:

---snip---
Selbstbetrug oder Wirklichkeitssinn?

"In Frankreich hat die Berufung eines sozialistischen Juden zum
Premierminister Elemente und Kundgebungen entfesselt, die man mit der
Rehabilitierung des Hauptmanns Dreyfus endgültig abgetan wähnte. Nieder
mit den Juden! Raus mit den Juden! Das ist nun auch zu einer
linksrheinischen Forderung geworden. ...

Der Wirtschaftsaufschwung im britischen Inselreich hat als Phänomen
judenfeindliche Propaganda, wachsende Judenfeindlichkeit und selbst
judenfeindliche Ausschreitungen hervorgerufen. ... Der antisemitische
Versammlungs- und Straßenredner ist heute durchaus keine Seltenheit
mehr. ... Im Londoner East-End zerstört man weiter die Läden armseliger
Mittelständler. Man bricht in jüdische Wohnungen ein, zerstört die
Einrichtungen, mißhandelt die Insassen. ...

Was man mit Polen hinter sich lassen wollte, verfolgt einen nun auch in
Brasilien. Was man in Deutschland von den Füßen zu schütteln
beabsichtigte, belästigt einen in Südafrika. Was man in Rumänien
verabscheute, beunruhigt einen selbst in Australien. ... Im Herzen
Asiens, in Afghanistan und Persien ist es ebenso übel um die Juden
bestellt. ...

Jawohl, jener Zustand der Judenverfolgung, den man einst als
unvermeidlich hinnahm und Asien und dem europäischen Osten als
charakteristisch zusprach, hat sich nun auf Westeuropa ausgedehnt.

Wir, die wir aus eigener Erfahrung lernten, wissen die neuen
Sturmzeichen wohl zu deuten. Jawohl, das Ungetüm schreitet gen Westen.
Die letzte Feste westlicher Emanzipation, die letzte Hochburg jüdischer
Assimilation zittert schon." (Franz J. Katz: "Selbstbetrug oder
Wirklichkeitssinn?", Aufbau vom 01. August 1936, S. 2)
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/exil.pl?bild=1&navigation=1&wahl=0&zeitung=aufbau&jahrgang=02&ausgabe=09&seite=00940002&ansicht=3&filename=.gif

--snip--
Wann kommt der Weltkrieg?
Unentschlossenheit auf der ganzen Linie

[...]
"Zudem wollte er (Mussolini, F.B.) die französische Meinung aufspalten.
Und die des englischen Kabinetts. Bisher ist ihm dies gelungen. Ein
französisches München dämmert heran. Alle Kräfte des "wait and see" sind
wieder mobil. So wird der Streich auf Polen vorbereitet. ... Kurz, das
Spiel geht weiter, immer gefährlicher, immer näher dem Abgrund zu.

---> Der Abgrund ist aber die blutige Alternative: entweder Krieg oder
ein faschistisches Europa. Für uns Juden ist die Lage gleich: Beides
bedeutet für die meisten Brüder in Europa Vernichtung.

Und Amerika? Die führenden Kreise wissen, daß es letzten Endes (Japan!)
keine Isolation gibt. Die Masse scheut, mit natürlichem Instinkt, die
Folgen weitergehender Engagements. Der Tenor der Meinung: wenn England
und Frankreich versagen, wieso sollten wir die Kastanien aus dem Feuer
holen? ...

Die Ansicht der hiesigen Presse: "Eine Verzögerung der nächsten Krise"
(N. Y. Times nach der Duce-Rede) - Die Hitler-Walze geht weiter, aber
wer garantiert denn, daß sie überhaupt noch gestoppt wird? Als Rom fiel,
kam eine Epoche von finsteren Jahrhunderten.

Auch Theodosius (vgl. England) versuchte sich vergeblich freizukaufen.
Der Vergleich stammt von Dorothy Thompson in der "Tribune". Mit anderen
Worten: es kann auch alles drüben im vandalischen Nebel verdämmern."
(Aufbau vom 01. April 1939, S. 1)
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/exil.pl?bild=1&navigation=1&wahl=0&zeitung=aufbau&jahrgang=05&ausgabe=06&seite=00970001&ansicht=3&filename=.gif

--snip--
Samuel Silberberg, angetreten!

"Dies Jahr, Kamerad Silberberg, ist eines noch voll schwarzen Grauens.
Aber wenn wir Euch wieder stören, Ihr Toten von 1914, vielleicht schon
in der nächsten Ewigkeitsminute von anderen 25 Jahren, dann werdet Ihr
gerächt sein!" (Aufbau vom 01. August 1939, S. 1)
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/exil.pl?bild=1&navigation=1&wahl=0&zeitung=aufbau&jahrgang=05&ausgabe=14&seite=02930001&ansicht=4&filename=.gif

Du siehst, daß es damals doch ein wenig anders war als es uns heute
berichtet wird. Die (emigrierten) Juden in den USA machten aus ihrer
aggressiven, germanophoben Haltung keinen Hehl. Sie wollten die
Niederlage, die sie 1933 erlitten hatten, mit einem Weltkrieg an der
Seite Englands und der USA in einen Sieg verwandeln.

> Rechte Gruppierungen die im deutschen Nationalsozialismus ein
> Vorbild sahen, gab es in ganz Europa, wie heute auch.

Damals aber stellten solche Gruppierungen einen erheblichen Teil der
Bevölkerung dar, während heute nicht einmal die FPÖ, die immer als
"rechtsextrem" verschrieen wird, im Nationalsozialismus mit seinem
Führerkult ein Vorbild sieht.

> Repräsentativ sind und waren sie
> trotzdem nicht, von einer in Europa vorherrschenden überwältigenden
> Anziehungskraft eines "Zivilisationsentwurfs" Hitlers (bereits die
> Begriffe "Zivilisation" und "Hitler" miteinander in Bezug zu bringen
> zeugt von einer recht verquerten Logik)

Deine Logik ist verquert, wenn Du unter "Zivilisation" nur die
"freiheitlich-demokratische Grundordnung" verstehen willst.

"Unter der Zivilisation (von lat. civis = Bürger) eines Volkes oder der
Menschheit versteht man Lebensbedingungen, die durch

- arbeitsteilige Wirtschaft,
- ein gewisses technisch-mechanisches Entwicklungsniveau,
- eine geordnete Verwaltungsstruktur
- und einen gewissen materiellen Wohlstand

gekennzeichnet sind." http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisation

Sämtliche Kriterien waren im Nationalsozialismus erfüllt, so daß völlig
zu Recht von einem Zivilisationsentwurf Hitlers geschrieben werden kann.
Es handelte sich nach Auffassung des polnisch-jüdischen Soziologen Prof.
Zygmunt Bauman sogar um eine sehr moderne Zivilisation, denn "die
Möglichkeit des Holocaust steckt im Wesen der modernen Zivilisation".
http://www.joerg-hutter.de/holocaust.htm

> kann hier gar keine Rede sein.

Schwachsinn. Siehe vorstehend.

> Kolthoff hat also völlig recht.

Und im Himmel ist Jahrmarkt...

Frank

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-08 21:43:00) Autor: Christian Ade

Frank Bügel wrote:
> Christian Ade schrieb:

[...]
> Du siehst, daß es damals doch ein wenig anders war als es uns heute
> berichtet wird.

Ganz und gar nicht. Der Antisemitismus war in Europa schon immer
gegenwärtig, und nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen
Staaten, in gewissen Zeiten heftiger, in anderen latenter. Damit brüstet
sich heute verständlicherweise niemand, bekannt ist es trotzdem und
unter Historikern kein Geheimnis. Was das ganze mit einer angeblichen
hohen Anziehungsgraft eines Hitlerschen "Zivilisationsentwurfs" zu tun
haben soll ist mir nicht schlüssig geworden. Weder hat Hitler den
Antisemitismus erfunden, noch kann ich am Antisemitismus irgendeinen
zivilisatorischen Entwurf erkennen, als vielmehr einen Rückfall in die
Barbarei.


[...]
> Damals aber stellten solche Gruppierungen einen erheblichen Teil der
> Bevölkerung dar, während heute nicht einmal die FPÖ, die immer als
> "rechtsextrem" verschrieen wird, im Nationalsozialismus mit seinem
> Führerkult ein Vorbild sieht.

Der Antisemitismus war in Europa weitaus gesellschaftsfähiger als nach
dem Holocaust, wurde also offener praktiziert. Auch das ist also keine
Indikation einer hohen Anziehungskraft eines Hitlerschen
"Zivilisationsentwurfs".


>
>>Repräsentativ sind und waren sie
>>trotzdem nicht, von einer in Europa vorherrschenden überwältigenden
>>Anziehungskraft eines "Zivilisationsentwurfs" Hitlers (bereits die
>>Begriffe "Zivilisation" und "Hitler" miteinander in Bezug zu bringen
>>zeugt von einer recht verquerten Logik)
>
>
> Deine Logik ist verquert, wenn Du unter "Zivilisation" nur die
> "freiheitlich-demokratische Grundordnung" verstehen willst.
>
> "Unter der Zivilisation (von lat. civis = Bürger) eines Volkes oder der
> Menschheit versteht man Lebensbedingungen, die durch
>
> - arbeitsteilige Wirtschaft,
> - ein gewisses technisch-mechanisches Entwicklungsniveau,
> - eine geordnete Verwaltungsstruktur
> - und einen gewissen materiellen Wohlstand
>
> gekennzeichnet sind." http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisation
>
> Sämtliche Kriterien waren im Nationalsozialismus erfüllt,

Nein, sämtliche Kriterien waren in Deutschland erfüllt. Weder hat
Hitler eine arbeitsteilige Wirtschaft eingeführt, die gab es schon
jahrhunderte vor ihm in Mitteleuropa (und nicht nur da), noch war das
technisch-mechanische Entwicklungsniveau Deutschlands der damaligen Zeit
der Nationalsozialistischen Ideologie zu verdanken (vielmehr zehrten die
Nationalsozialisten von dem technisch hohen Niveau Deutschlands den es
schon seit Jahrzehnden hatte, nicht einmal die oft Hitler zugesprochenen
Autobahnen waren eine Geburt Hitlerschen Erfindungsreichtums), noch kam
erst durch Hitler eine geordnete Verwaltungsstruktur über Deutschland,
noch kann man von einem materiellen Wohlstand sprechen, so er durch
Ausbeutung eines Teiles des eigenen Volksstammes erlangt wird, sowie
durch massive Aufrüstung zum Zwecke der Kriegsführung zur refinanzierung
der Rüstungsausgaben, also auf dem Rücken anderer Völker.

Die zivilisatorische Leistung Roms als Beispiel zeigt sich im Bauwesen,
im Versorgungswesen, im Verwaltungswesen, in der Organisationsstruktur
dieses Riesenreiches der Antike, in der Kriegsführung, nicht jedoch in
der Sklavenhaltung, den Kreuzigungen von Verurteilten, dem den Tieren
zum Fraß werfen von Menschen zum Zwecke der Belustigung.

Was aber hat Hitler geleistet? Was haben die Nationalsozialistung der
Nachwelt vermacht? Das einzigste wofür man ihnen Anerkennung zollen kann
ist die Kriegsgführung in den ersten Kriegsjahren. Der Blitzkrieg dient
selbst heute noch als Vorbild, siehe Rumsfeld und der Irakeinsatz,
Stalingrad hingegen dient als Beispiel, wie man es nicht machen sollte.
Und sonst? Was zählt denn noch so zum Hitlerschen zivilisatorischem
Vermächtnis? Die Rassenideologie vielleicht? Der Gedanke vom Lebensraum
im Osten? Die Nürnberger Rassegesetze? Der Judenstern? Die
Konzentrationslager? Welche zivilisatosche Leistung haben wir Hitler zu
verdanken?

[...]
>>Kolthoff hat also völlig recht.
>
>
> Und im Himmel ist Jahrmarkt...

Und Hitler, der große zivilisatorische Architekt unterhält die
Jahrmarktbesucher auf einer Harfe.


--
Christian Ade

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-08 23:57:55) Autor: "Frank Bügel"

Christian Ade schrieb:
>
> Frank Bügel wrote:
> > Christian Ade schrieb:
>
> [...]
> > Du siehst, daß es damals doch ein wenig anders war als es uns heute
> > berichtet wird.
>
> Ganz und gar nicht. Der Antisemitismus war in Europa schon immer
> gegenwärtig, und nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen
> Staaten, in gewissen Zeiten heftiger, in anderen latenter. Damit brüstet
> sich heute verständlicherweise niemand, bekannt ist es trotzdem und
> unter Historikern kein Geheimnis.

Schade nur, daß man das deutsche Volk so dumm hält und ihm weis machen
will, das Dritte Reich bilde die "ultimative Provokation". Die Nazis
waren aber vor dem Krieg wesentlich humaner zu ethnischen Minderheiten
als beispielsweise die Polen.

Nur läßt sich damit kein "schlechtes Geweissen" erzeugen, was ja wieder
politisch gewollt ist. Man greift somit zur Geschichtslüge durch
Ausblendung des europäischen Kontextes.

> Was das ganze mit einer angeblichen
> hohen Anziehungsgraft eines Hitlerschen "Zivilisationsentwurfs" zu tun
> haben soll ist mir nicht schlüssig geworden.

Lies Raphael Seligmann, "Das braune Nest war warm"
http://www.merkur.de/archiv/neu/rm 0412/ku/ku 041101.html

> Weder hat Hitler den
> Antisemitismus erfunden, noch kann ich am Antisemitismus irgendeinen
> zivilisatorischen Entwurf erkennen, als vielmehr einen Rückfall in die
> Barbarei.

Die "Rückfälle" sind aber die Regel und nicht die Ausnahme. Die Juden
sind ja selber barbarisch, wenn es keine anderen Mittel zur Durchsetzung
ihrer Ziele gibt, siehe Palästina.

(...)

> Die zivilisatorische Leistung Roms als Beispiel zeigt sich im Bauwesen,
> im Versorgungswesen, im Verwaltungswesen, in der Organisationsstruktur
> dieses Riesenreiches der Antike, in der Kriegsführung, nicht jedoch in
> der Sklavenhaltung, den Kreuzigungen von Verurteilten, dem den Tieren
> zum Fraß werfen von Menschen zum Zwecke der Belustigung.
>
> Was aber hat Hitler geleistet? Was haben die Nationalsozialistung der
> Nachwelt vermacht?

Genug. Die Amis haben Patente in Milliardenwerten mitgehen lassen. Die
V-2 ist z.B. der Prototyp der Raketen für die Weltraumfahrt. Nach Dora
konnten die Amis gar nicht schnell genug vordringen.

> Das einzigste wofür man ihnen Anerkennung zollen kann
> ist die Kriegsgführung in den ersten Kriegsjahren.

Nein. Leni Riefenstahls Aufnahmetechnik wird z.B. heute noch für
Video-Clips genutzt. Andere Beispiele ließen sich anführen.

> Der Blitzkrieg dient
> selbst heute noch als Vorbild, siehe Rumsfeld und der Irakeinsatz,
> Stalingrad hingegen dient als Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Da hast Du ausnahmsweise vollkommen Recht.

> Und sonst? Was zählt denn noch so zum Hitlerschen zivilisatorischem
> Vermächtnis?

Eine Menge. Die ganzen Großveranstaltungen z.B.. Für Hitlers Bilder, die
SS-Schmuckdolche werden heute Unsummen geboten, sofern sie überhaupt
versteigert werden. Die Bilder und Skulpturen aus der NS-Zeit werden
nicht einmal mehr öffentlich gezeigt. Die Nazis waren wenigstens noch so
"tolerant" und präsentierten einen Teil von "entarteter Kunst" -Kunst,
die sie für schädlich hielten- in gleichnamiger Ausstellung. Das schafft
die BRD anscheinend nicht.

Und noch etwas: ohne Hitler wäre die heutige kosmopolitische
Zivilisation gar nicht möglich, weil sich die Völker Europas nicht mit
einem Holocaust narkotisieren und mit Ausländern überfremden ließen.

"Es bleibt zu hoffen, dass in einem zukünftigen Europa die Juden nicht
die einzigen Europäer werden."
http://www.nzz.ch/2003/06/07/li/page-article8VQV7.html

> Die Rassenideologie vielleicht? Der Gedanke vom Lebensraum
> im Osten? Die Nürnberger Rassegesetze? Der Judenstern? Die
> Konzentrationslager? Welche zivilisatosche Leistung haben wir Hitler zu
> verdanken?

Siehe oben. Für 12 Jahre Bestand des Deutschen Reiches, davon sechs
Jahre in einen mörderischen Krieg verwickelt, ist das m.E. eine Menge.

> [...]
> >>Kolthoff hat also völlig recht.
> >
> >
> > Und im Himmel ist Jahrmarkt...
>
> Und Hitler, der große zivilisatorische Architekt unterhält die
> Jahrmarktbesucher auf einer Harfe.

Weshalb sind westdeutsche Gutmenschen hinsichtlich der Betrachtung der
NS-Zeit so wenig objektiv? Hitlers Ideen leben fort: sonst würde man sie
nicht derart massiv ideologisch bekämpfen wollen.

Frank

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-09 01:06:21) Autor: "Werner Sondermann"

Frank Bügel wrote:
>
> Weshalb sind westdeutsche Gutmenschen hinsichtlich der Betrachtung
> der NS-Zeit so wenig objektiv? Hitlers Ideen leben fort: sonst würde
> man sie nicht derart massiv ideologisch bekämpfen wollen.

*Sein* kreierter Fackellauf zu den *Olympischen Spielen* ist ja auch
heutzutage noch der ganz große Hit? :-D

Seinen KdF-Wagen hab ich dagegen immer gehasst!
bin ich mit meinen 194 cm einfach nicht gebaut für.

Klar doch Ösis, der Ferdi Porsche hat letztlich das komische Ding (des
*Führers* Idee, oder wars der reine Wahn?) in "Reality" umgesetzt.

w.

--
Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die
größten. [Otto (Herakles) Rehhagel]

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-09 23:32:20) Autor: Christian Ade

Frank Bügel wrote:
[...]
> Die Nazis
> waren aber vor dem Krieg wesentlich humaner zu ethnischen Minderheiten
> als beispielsweise die Polen.

Na dann is ja gut.


[...]
> Die Juden
> sind ja selber barbarisch, wenn es keine anderen Mittel zur Durchsetzung
> ihrer Ziele gibt, siehe Palästina.

Du meinst die Israelis, oder präziser: die israelische Regierung und
jene, die deren gegenwärtige Politik unterstützen?


[...]
> V-2

Wie gesagt: die Nationalsozialisten zehrten vom technologischen
Fortschritt, den Deutschland bereits seit jahrzehnten besaß (und
verspielten sie sogleich nach nur 12 Jahren). Als der Österreicher kam,
hatte der sich ins fertige Nest einer Nation gesetzt, die zu den
technologisch fortschrittlichsten der Erde gehörte. In Südamerika gabs
auch einige Hitlerfans und Nachahmer, besondere technologische
Fortschritte und Leistungen sind von dort aber nicht zu verzeichnen
gewesen. Deutschland hingegen hat mehrere Phasen durchlebt, Monarchie,
Diktatur, Komunismus und Demokratie. In zwei dieser Phasen war bzw. ist
Deutschland (noch) mit an der Spitze, in einer wurde Deutschland
innerhalb einiger Jahrzehnte totgewirtschaftet, in der anderen nach nur
12 Jahren in die Steinzeit rückversetzt.


[...]
> Leni Riefenstahls

Ich vergass: auch in Propagandadingen, nicht was deren plumper Inhalt,
wohl aber was deren Inszinierung anbelangt, waren die
Nationalsozialisten wirklich spitze. Die Glitzerkullisse aus Pomp- und
Glorie-Paraden, die Inszinierung des Führerkultes, die allgegenwärtige
Symbolik z.B. in Form eines Meeres aus Swastika-Fahnen, all das diente
dazu, den Gestank dahinter zu übertünchen, und das ziemlich erfolgreich.
Selbst heute noch lassen sich viele von dieser Klitzerkulisse blenden
und müllen in ihrer Begeisterung z.B. politische Foren im Internet voll.


[...]
> Und noch etwas: ohne Hitler wäre die heutige kosmopolitische
> Zivilisation gar nicht möglich,

Jesus-Maria!


>>Die Rassenideologie vielleicht? Der Gedanke vom Lebensraum
>>im Osten? Die Nürnberger Rassegesetze? Der Judenstern? Die
>>Konzentrationslager? Welche zivilisatosche Leistung haben wir Hitler zu
>>verdanken?
>
>
> Siehe oben.

Da ist nicht viel. Was jedoch den umgekehrten Weg anbelangt, nämlich die
Rückversetzung zivilisatorischer Errungenschaften in die Barbarei, da
sind die Nationalsozialisten ungeschlagen. Summa summarum kann man
deshalb nur zu einem Schluss kommen: wer "Zivilisation" mit "Hitler"
und/oder "Nationalsozialismus" in Bezug bringt muss was mächtig an der
Waffel haben.


Für 12 Jahre Bestand des Deutschen Reiches, davon sechs
> Jahre in einen mörderischen Krieg verwickelt, ist das m.E. eine Menge.

Das "tausendjährige Reich" hats nichtmal 12 Jahre durchgestanden.
Armseelig. Dennoch haben diese 12 Jahre Europa und die Welt stärker
geprägt als vieles andere, was aber nicht an dem großen
zivilisatorischen Entwurf eines Adolf Hitlers liegt, sondern daran, dass
die Nationalsozialisten es geschafft haben, ein hochzivilisiertes Landes
(wenn es auch lange vor 1933 Zerfallserscheinungen gab) in wenigen
Jahren in die tiefste Barbarei rückzuversetzen und dabei ganz Europa mit
in den Abgrund zu reißen. Dank Hitler hat Europa seine Vormachtstellung
verloren, und Deutschland durfte wieder von Null anfangen.


[...]
> Weshalb sind westdeutsche Gutmenschen hinsichtlich der Betrachtung der
> NS-Zeit so wenig objektiv? Hitlers Ideen leben fort: sonst würde man sie
> nicht derart massiv ideologisch bekämpfen wollen.

Sehr objektiv geurteilt, du kleiner Hitlerfan, du.

--
Christian Ade

Re: Spiegel: Rassenkonflikt in Neuseeland

(2004-07-10 00:49:59) Autor: Christian Ade

Günter Lelarge wrote:

> Christian Ade wrote:
>
>
>>>Die Juden
>>>sind ja selber barbarisch, wenn es keine anderen Mittel zur Durchsetzung
>>>ihrer Ziele gibt, siehe Palästina.
>>
>>Du meinst die Israelis, oder präziser: die israelische Regierung und
>>jene, die deren gegenwärtige Politik unterstützen?
>
>
> ...und sie gewählt haben.
> Die tragen Schuld bis ins tausendste Glied.
> Mindestens.

Etwa so, wie du es deinen Vorfahren (im gerade mal
zweiten/dritten/vierten Glied) zu verdanken hast, dich am Holocaust
Mitschuldig gemacht zu haben? Da würd ich an deiner Stelle aber
schleunigst das Maul halten.

--
Christian Ade