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Re: ZDv 3/2


Re: ZDv 3/2

(2004-06-18 16:04:12) Autor: "T. H."

Auszug aus der 3/2 :

205. Auf das Kommando "Habt - acht!" setzt der Soldat
den linken Fuß ungefähr 20 cm nach links. Das Gewicht
ruht gleichmäßig auf beiden Füßen. Körperhaltung und
Blickrichtung bleiben im übrigen wie in der Grundstellung.
Die "Habt - acht"-Stellung endet mit dem Kommando
"Stillgestanden! "
Die "Habt - acht"-Stellung wird nur von Ehrenposten,
Fackelträgern und Totenwachen eingenommen.

Bearbeitungsstand der Vorschrift: 1999

MfG


--
Th. Hansen

nospam-thorium@gmx.net
-- no HTML-mails plz --
-- to answer by mail remove "nospam-" in my email-address--

I NOW INFORM YOU THAT YOU ARE TOO FAR FROM REALITY.
(Mohamed Said al Sahaf, Former Iraqi Informationminister)

Re: ZDv 3/2

(2004-09-29 21:01:57) Autor: General

Re: ZDv 3/2

(2004-09-29 21:01:57) Autor: Ingo Heinscher

Rüdiger Silberer wrote:
> Am Sat, 12 Jun 2004 23:47:46 +0200 schrieb Markus Machner:
>> Sebastian Suchanek schrieb:

>> Formaldienst war eigentlich nur auf Wache nötig. (Wegen der Flagge)
>> Im Feld hat das niemanden interessiert - Wäre ja auch fatal, wenn man in
>> Deckung liegt und salutieren sollte. "Tach Chef, was gibts?" genügte da.
>
> Für den Gefechtsdienst ist die Formalausbildung primär nicht gedacht,
> hat Euch das niemand gesagt?

Ich nehme an, das Problem ist eher die Frage, welchen Zweck für Soldaten
etwas haben soll, dass nichts mit dem direkten Gefechts-Auftrag zu tun
habe.

> Sekundär hat sie natürlich ihre Wirkung im
> Gefecht, sofort und ohne Nachzudenken auf das Kommando "Deckung" zu
> reagieren, ist eine Folge davon.

Also, bei mir war das eine Folge des Übens von "Deckung".

Formaldienst mag seine Berechtigung haben (das sei Meinungssache)- aber mit
"Gefecht" hat das nicht mal im weitesten Sinne zu tun.

Re: ZDv 3/2

(2004-09-30 06:27:06) Autor: Ingo Heinscher

Rüdiger Silberer wrote:

> Am Wed, 29 Sep 2004 21:01:57 +0200 schrieb Ingo Heinscher:
>
>>> Sekundär hat sie natürlich ihre Wirkung im
>>> Gefecht, sofort und ohne Nachzudenken auf das Kommando "Deckung" zu
>>> reagieren, ist eine Folge davon.
>>
>> Also, bei mir war das eine Folge des Übens von "Deckung".
>>
>> Formaldienst mag seine Berechtigung haben (das sei Meinungssache)- aber
>> mit "Gefecht" hat das nicht mal im weitesten Sinne zu tun.
>
> Hat es doch, siehe oben, was ich da geschrieben habe. Es geht um das
> Training sofort zu reagieren.

Das lässt sich aber in gefechtsnaheren Übungen erheblich schneller
eintrichtern. Und junge, gerade erwachsenn werdende Wehrpflichtige würden
das dann auch viel leichter einsehen.

> Ohne diesen Trainingseffekt wäre bei der
> kurzen Ausbildungszeit wirklich zu überlegen, ob man noch
> Formalausbildung betreibt.

Wie denn, keine militärische Traditionspflege?

Re: ZDv 3/2

(2004-09-30 18:39:31) Autor: Ingo Heinscher

Rüdiger Silberer wrote:
> Am Thu, 30 Sep 2004 06:27:06 +0200 schrieb Ingo Heinscher:

>>> Es geht um das Training sofort zu reagieren.
>>
>> Das lässt sich aber in gefechtsnaheren Übungen erheblich schneller
>> eintrichtern. Und junge, gerade erwachsenn werdende Wehrpflichtige würden
>> das dann auch viel leichter einsehen.
>
> So oft geht man nun auch nicht ins Gelände, jedenfalls wenn Du nicht bei
> den Kampftruppen bist.

Ich glaube nicht, dass man zur Übung von Gefechtssituationen ins Gelände
gehen muss. Schon gar nicht für eine Armee, die hauptsächlich in einem sehr
dicht besiedelten Land eingesetzt werden soll.

>>> Ohne diesen Trainingseffekt wäre bei der
>>> kurzen Ausbildungszeit wirklich zu überlegen, ob man noch
>>> Formalausbildung betreibt.
>>
>> Wie denn, keine militärische Traditionspflege?
>
> Bei 9 oder 10 Monaten Wehrdienst?

Was hat denn das damit zu tun? Entweder, man denkt, dass militärische
Traditionspflege die Rüstungsmilliarden und Zwangsdienstleistungen, die
dafür aufgewandt werden, Wert ist, oder man denkt, dass sie das nicht ist.

Wenn man denken würde, dass militärische Traditionspflege eigentlich eher
nur so ein nettes Zusatzprogramm sei, dann wäre ich aber entschieden dafür,
mit dieser Steuergeldverschwendung sofort aufzuhören.

Re: ZDv 3/2

(2004-10-02 15:32:38) Autor: "Christian Schmitz"

"Ingo Heinscher" schrieb
> Formaldienst mag seine Berechtigung haben (das sei Meinungssache)- aber
mit
> "Gefecht" hat das nicht mal im weitesten Sinne zu tun.

Imho macht Formaldienst schon Sinn. Vielleicht kennst Du Situationen aus der
Arbeit, wo 30 Leute kreuz und quer rumstehen, man das Wort eines
Vortragenden nicht mehr hören kann, usw. Hier wird kein Auftrag mehr
vermittelt. Der Formaldienst regelt alles ganz klar. Niemeand kann behaupten
er hätte es nicht mitbekommen.

Re: ZDv 3/2

(2004-10-03 17:55:10) Autor: Volker Mueller

Christian Schmitz schrieb:

>Imho macht Formaldienst schon Sinn. Vielleicht kennst Du Situationen aus der
>Arbeit, wo 30 Leute kreuz und quer rumstehen, man das Wort eines
>Vortragenden nicht mehr hören kann, usw.

Dafür brauchts keinen Formaldienst, ein lautes "Alle mal herhören"
reicht i.d.R. aus, wenn der "Redner" etwas zu sagen hat.

Gegen Geschwafel hilft auch kein Formaldienst. Ich kann mich erinnern,
dass ich, zusammen mit etwa drei- bis vierhundert Kameraden (alle schön
zum Explatz marschiert und dort mit allem Brimborium angetreten) eine
Rede irgend eines Wichtigtuers zu irgend einem Anlaß (Neuer Kdr oder
was-auch-immer) angehört habe und mich auf dem Rückmarsch zum
Kp-Gebäude gefragt habe, was der eigentlich erzählt hat. So weit war
ich mit meinen Gedanken weg ...

>Hier wird kein Auftrag mehr vermittelt.

Wer nicht in der Lage ist, einer Gruppe von Untergebenen einen Autrag
zu vermitteln, dem hilt auch der Formaldienst nicht wirklich, außer daß
es "hübscher" aussieht.

>Der Formaldienst regelt alles ganz klar. Niemeand kann behaupten
>er hätte es nicht mitbekommen.

Doch kann er. Zuhören kann nicht befohlen werden, genausowenig wie das
Abscheifen von Gedanken per Befehl verboten werden kann.

Grüße,
Volker
--
Windows and MacOS are products, contrived by engineers in the service of
specific companies. Unix, by contrast, is not so much a product as it is a
painstakingly compiled oral history of the hacker subculture.
--- N. Stephenson