Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Ich hatte hier ja schon mehrmals angesprochen, dass ich es für
skandalös halte, wie mit deutschen Soldaten umgegangen wird, die im
Einsatz getötet oder verletzt wurden. Meine Einlassungen wurden
anscheinend erhört.
Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Mahnmales für im
Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich persönlich finde es
jedoch richtig.
Schon alleine deswegen, dass die Bevölkerung weiß, wieviele Soldaten
ihr Leben im Auftrag des Staates, also letztlich des Bürgers, gelassen
haben.
Es ehrt auch die gefallenen Soldaten, auch wenn sie von dieser Ehre
nichts mehr haben. Zumindest mag es ein leichter Trost für die
Hinterbliebenen sein, dass Staat und Bürger der Aufopferung in
Erfüllung ihrer Pflicht gedenken können.
Grüße
Harald, eine bessere Versorgung dienstunfähiger Soldaten noch schnell
auf den Wunschzettel schreibend.
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Harald Maedl wrote:
> Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen
Mahnmales für im
> Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich
persönlich finde es
> jedoch richtig.
Wird das ganze ein Mahnmal, oder dient es eher dem Heldengedenken? Wenn es
ein Mahnmal wird, wird das wohl kaum Gefallen bei den politisch
Verantwortlichen finden, die Soldaten quer durch die Welt turnen lassen um
deutsche Interessen zu "verteidigen". Unter Mahnmal verstehe ich
etwas, daÃź
genau dieses anmahnt.
Was spricht eigentlich dagegen, die Listen der Gefallenen auf den
Friedhöfen
weiterzuführen. Mittlerweile sterben ja wieder deutsche Soldaten
im Einsatz
in Zahlen, die sich nichtmehr verheimlichen lassen und auch nicht mehr als
bedauerlicher Betriebsunfall oder unglücklicher Einzelfall
deklarieren
lassen.
Jeder kann dann gedenken wie er will, ohne das ganze irgendwie
offiziellerseits moralisch zu überhöhen oder
herabzusetzen. Die gefallenen
Soldaten interessiert das eh nicht, die sind ja schon tot.
Wieso wird ein deutscher Soldat in Kambodscha erschossen? Kambodscha, das
ist irgendwas mit Vietnamkrieg, dritte Welt Land, ziemlich viel Wald (also
mehr Bäume als Afghanistan), am Arsch der Welt, ein tyrannischer
Herrscher.
Welche deutschen Interessen vertritt die Bundeswehr da? Das deutsche Volk
tapfer verteidigen? In Kambodscha?
Das war noch Vorwendezeit und Vor-PC (political correctness) Zeit, wie viele
Einsätze deutscher Militärs,
Paramilitärs(BGS) und Polizeikräften quer
durch die Welt. Vor PC musste man wenigstens keine scheinheiligen
Gründe
erfinden (Humanitäre Hilfe? Sogar der Bund hat
dafür besser geeignete
Leute, als die Bundeswehr), man hat das einfach geheimgehalten, bzw. nicht
drüber geredet.
Ich hatte mal eine Liste von Auslandseinsätzen der Bundeswehr
(Ich glaube es
war Barett, die die abdruckte, bin mir aber nicht sicher), die ziemlich
weit zurückreicht (sehr viel in Afrika). Den Begriff
Humanitäre Hilfe gab
es damals noch garnicht. Als was waren die Einsätze dann
eigentlich
deklariert? (Ein paar Transalls hier, ein paar "Beobachter" da, etwas
Entwicklungshilfe in Form von Waffen - Erstaunlich, wo man
überall G3
findet, beim MG könnte man ja noch Restbestände vom
MG43 behaupten, aber
G3, bzw. Lizenznachbauten gibt es nur aus einer Quelle. M16 oder AK47 sind
bestimmt billiger, dennoch haben gerade die Ã
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Markus Machner schrieb:
Mehr Unsinn als jemals zuvor.
Markus, informiere dich mal über
- Linzenzbauten von G3
- Richtige Benennungen von Waffen (Mg 42!)
- Humanitäre Einsätze
- Von wem und warum der Soldat in Kambodscha erschossen wurde
(das waren keine Kampfhandlungen sondern ein gehörnter)
- Beratergruppen und deren Aufgaben (z. B. in Djbuti vor 1990)
Und wenn du dann mal ein Wenig Ahnung hast, dann lese ich dich
wieder. Bis dahin schieÃźe ich Mehrstern Schwarz zur Gefechts-
feldverdunklung und schicke dich unter Vollschutz in meinen Filter.
Jür*genug ist genug*gen
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Harald Maedl wrote:
> Ich hatte hier ja schon mehrmals angesprochen, dass ich es für
> skandalös halte, wie mit deutschen Soldaten umgegangen wird, die im
> Einsatz getötet oder verletzt wurden. Meine Einlassungen wurden
> anscheinend erhört.
>
> Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Mahnmales für
im
> Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich persönlich finde
es
> jedoch richtig.
Es liegt leider der Verdacht nahe, dass das nichts weiter als
Augenschwischerei ist, um genau das:
[...]
> eine bessere Versorgung dienstunfähiger Soldaten
...nicht umsetzen zu müssen.
[...]
--
"Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, dass sie sind,
und der nichtseienden, dass sie nicht sind." (Protagoras)
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Markus Machner wrote:
> Harald Maedl wrote:
>
>> Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Mahnmales
für im
>> Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich persönlich
finde
>> es jedoch richtig.
>
> Wird das ganze ein Mahnmal, oder dient es eher dem Heldengedenken?
> Wenn es ein Mahnmal wird, wird das wohl kaum Gefallen bei den
> politisch Verantwortlichen finden, die Soldaten quer durch die Welt
> turnen lassen um deutsche Interessen zu "verteidigen". Unter
Mahnmal
> verstehe ich etwas, daß genau dieses anmahnt.
Zugleich würde ich einen Pflichtbesuch, der vor jeder Entscheidung
bezüglich eines Auslandseinsatzes verbindlich ist, für die politische
Führung einführen.
> Was spricht eigentlich dagegen, die Listen der Gefallenen auf den
> Friedhöfen weiterzuführen...
Ein guter Gedanke, mach doch mal Herrn Jung diesen Vorschlag.
>
> Jeder kann dann gedenken wie er will, ohne das ganze irgendwie
> offiziellerseits moralisch zu überhöhen oder herabzusetzen. Die
> gefallenen Soldaten interessiert das eh nicht, die sind ja schon tot.
Es dient wohl weniger den Gefallenen, sondern eher den ihren Dienst
versehenen Soldaten. Ich finde es richtig, dass der Tod eines Soldaten
etwas mehr wert sein sollte als lediglich eine Tickermeldung mit
anschließendem "business as usual".
In der heutigen Katastrophenjournaille ist ein gefallener deutscher
Soldat ja kaum noch eine Meldung wert, was im Hinblick auf z.B. 1500
Tote durch Erdrutsch etc verständlich erscheint.
Dennoch sollte sich jeder Bürger darüber bewußt sein, was es
bedeutet,
Soldaten in den Einsatz zu schicken und dass das kein Spass ist.
Letztlich trägt nämlich jeder Bürger die Verantwortung über
Leben oder
Tod von Soldaten, indem er die politische Führung mit einem
entsprechenden Mandat beauftragt hat.
Über den generellen Sinn von Auslandseinsätzen, zumindest so, wie sie
zur Zeit ablaufen, läßt sich trefflich streiten, aber das soll nicht
Thema dieses Fadens sein.
Grüße
Harald
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Ingo Heinscher wrote:
> Harald Maedl wrote:
>
>> [Mahnmahl für gefallene deutsche Soldaten]
>> Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Mahnmales
für im
>> Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich persönlich
finde
>> es jedoch richtig.
> Es liegt leider der Verdacht nahe, dass das nichts weiter als
> Augenschwischerei ist, um genau das:
> [...]
>> eine bessere Versorgung dienstunfähiger Soldaten
> ...nicht umsetzen zu müssen.
Diese Argumentation steht imho auf töneren Füßen. Hast du
Gründe für
deinen Verdacht. Ich halte das Ansinnen von Jung für redlich, zumal er
ja vermutlich nicht alleine auf diese Idee gekommen ist.
Grüße
Harald
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Markus Machner schrieb folgendes:
>Erstaunlich, wo man überall G3
>findet, beim MG könnte man ja noch Restbestände vom MG43
behaupten, aber
>G3, bzw. Lizenznachbauten gibt es nur aus einer Quelle. M16 oder AK47 sind
>bestimmt billiger, dennoch haben gerade die Ärmsten der Armen G3)
Wie weit möchtest du dich eigentlich noch demontieren? Gruppendepp
wird man richtig einfach, oder?
Rainer
--
Diskutiere nie mit einem Idioten:
Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich dann mit
Erfahrung.
Neue verbesserte Ausführung von Rolf Strässle.
Na also geht doch - Minister Jung will Mahnmal für getoetete deutsche Soldaten
Am Sat, 18 Feb 2006 13:55:36 +0100 schrieb Harald Maedl:
> Man mag sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Mahnmales für
im
> Auslandseinsatz verstorbener Soldaten streiten, ich persönlich finde
es
> jedoch richtig.
Ich finde allerdings etwas merkwürdig, daß man dort auch solchen
Soldaten
gedenken will, die bei Unfällen im Auslandseinsatz ums Leben gekommen
sind.
Mir erschließt sich nicht ganz, warum jemand der in Kabul vom LKW
überrollt
wird eine Gedenktafel bekommt, während jemand der in Deutschland bei einer
Wehrübung tödlich verunglückt unbeachtet bleibt.
> Schon alleine deswegen, dass die Bevölkerung weiß, wieviele
Soldaten
> ihr Leben im Auftrag des Staates, also letztlich des Bürgers,
gelassen
> haben.
ACK, aber das betrifft auch jene, die in Deutschland ihren Dienst versehen.
Die sollten dann eigentlich auch auf die Gedenktafel mit drauf.
Grüße,
Frank