Re: Deutsche Atomwaffen?
Re: Deutsche Atomwaffen?
Juergen Nieveler schrieb folgendes:
>Eine der wenigen realistischen Ideen in seinen Büchern :-)
Ack, wobei er jetzt ja auf dem UAV Trip ist.
>Aber was wäre z.B. wenn man eine automatische Flinte Kaliber 12 im
Heck
>montiert? Mit einem Feuerstoß ließe sich eine hübsche
Schrotwolke
>erzeugen...
Kaliber 12 wäre etwas wenig. Besser wäre ein Aktivradar und sowas wie
ein 40 mm Werfer. Dazu Granaten mit einstellbarer
Explosionsentfernung. Sowas wie eine Luftwasserbombe ;-)
Rainer
--
Danke für´s Woggen.
Ich glaube Ich sollte den Satz:"Dankeschön für das Woggen!"
als
Signatur nehmen.
WoKo in dag°
Re: Deutsche Atomwaffen?
Re: Deutsche Atomwaffen?
Rainer Behrendt wrote:
> Kaliber 12 wäre etwas wenig. Besser wäre ein
Aktivradar und sowas wie
> ein 40 mm Werfer. Dazu Granaten mit einstellbarer
> Explosionsentfernung. Sowas wie eine Luftwasserbombe ;-)
Oder eine "altertümliche" Flakgranate, so ein Ding,
daÃź sich in einer
bestimmten Höhe in Splitter zerlegt und einen "Schirm"
vor den
Flugzeugen/Raketen erzeugt?
Warum kommt mir das altbekannt vor, und nicht als neueste Innovation der
Waffentechnik? Wenn man nun die Rohrladung wegnähme und das
ganze auf eine
Rakete montiert - hätte man eine Patriot.
Gutbewährte Uralttechnik, nichts neues. Uraltes Prinzip, eine
Mauer zu
bauen, woran ein zuschneller Gegner zerschellt. Kann man auch einen
Supersonic-Flugkörper direkt treffen, ohne Kollateralschaden zu
verursachen?
GruÃź,
Markus
Re: Deutsche Atomwaffen?
Markus Machner schrieb:
>Genau das ist die Frage. Rohr und Verschluß wummst sicherlich eine
155mm
>Granate raus, die Frage ist nur, wohin, wenn man die Anlage in einem Turm
>belässt, der für Land gedacht ist. Schon die Rohrwiege ist bei
einem
>Seegeschütz anders aufgebaut. Mit Software kann man sicherlich aus
>Hoch-Runter, Rechts-Links kein rollendes Ding simulieren, das in den Wellen
>schaukelt.
Der Leo2 kann bei ziemlich schneller Geländefahrt, die eher stärker
ruckelt als so ein Schiff, seine Kanone ziemlich ruhig halten. Genau
das sollte auch auf See funktionieren.
>Und für was braucht man heutzutage ein Geschütz, wenn sich das
>Problem einfach mit einem Flugkörper beseitigen läßt, der
in allen drei
>Deminsionen völlig frei ist?
Warnschüsse? Willst du jedes Fischerboot am Horn von Afrika, das nicht
gleich pariert, durch einen Warnschuss mit einem Flugkörper
beseitigen? Da ist 155mm deutlich günstiger.
>Kann man eine Flugzeugträger mit Torpedos versenken? Wen interessiert
das im
>Zeitalter von unbemannten Flugkörpern? Mausklick links auf [ja] [doch]
>[Bestimmt!] [Warum fragst Du überhaupt?], und das Ding ist weg.
Wer in de.etc.militaer irgend etwas über das Versenken von
Flugzeugträgern schreibt, hat verloren.
Begründung: Es ist eine deutschsprachige Gruppe zum Thema Militär.
Wir
haben keine Flugzeugträger, also können diese nicht versenkt werden,
und wir haben auch nicht das Interesse, Flugzeugträger anderer
Nationen zu versenken.
MFG; Till
--
Five exclamation marks, the sure sign of an insane mind.
Terry Pratchett: Reaper Man
Re: Deutsche Atomwaffen?
Markus Machner wrote:
> Oder eine "altertümliche" Flakgranate, so ein Ding,
daß sich in einer
> bestimmten Höhe in Splitter zerlegt und einen "Schirm" vor
den
> Flugzeugen/Raketen erzeugt?
Ein barometrischer Zünder wäre irgendwie... kontraproduktiv bei einer
Flugzeug-Verteidigungswaffe. Man sollte vielleicht doch eher einen
programmierbaren Zeitzünder nehmen als ausgerechnet einen der nach
Höhe
zündet :-)
Technisch gar nicht so schwierig machbar - neuere Rohr-Flak-Systeme
benutzen bereits seit einigen Jahren Selbstzerleger-Munition, deren
Timer bei passieren der Mündung programmiert wird.
> Warum kommt mir das altbekannt vor, und nicht als neueste Innovation
> der Waffentechnik? Wenn man nun die Rohrladung wegnähme und das ganze
> auf eine Rakete montiert - hätte man eine Patriot.
Äh... bitte was???
> Gutbewährte Uralttechnik, nichts neues. Uraltes Prinzip, eine Mauer
zu
> bauen, woran ein zuschneller Gegner zerschellt.
Du hast nicht wirklich Ahnung von Militärtechnik...
> Kann man auch einen Supersonic-Flugkörper direkt treffen, ohne
> Kollateralschaden zu verursachen?
Klar - mit Dale Browns mystischer "Plasma Yield"-Atomwaffe würde
er
sich einfach in Luft auflösen. In der wirklichen Welt hingegen sorgt
die Schwerkraft dafür das die Trümmer runterfallen und irgendwas
treffen.
Juergen Nieveler
--
War does not determine who is right, war determine who is left.
Re: Deutsche Atomwaffen?
Till Potinius verfasste am 26.02.2006 11:22:
>> Genau das ist die Frage. Rohr und Verschluß wummst sicherlich
eine 155mm
>> Granate raus, die Frage ist nur, wohin, wenn man die Anlage in einem
Turm
>> belässt, der für Land gedacht ist. Schon die Rohrwiege ist
bei einem
>> Seegeschütz anders aufgebaut. Mit Software kann man sicherlich
aus
>> Hoch-Runter, Rechts-Links kein rollendes Ding simulieren, das in den
Wellen
>> schaukelt.
>
> Der Leo2 kann bei ziemlich schneller Geländefahrt, die eher
stärker
> ruckelt als so ein Schiff, seine Kanone ziemlich ruhig halten. Genau
> das sollte auch auf See funktionieren.
Es geht aber um den Turm der PzH2000 - die ist nicht stabilisiert und
hat ein sehr viel schweres Rohr.
>> Und für was braucht man heutzutage ein Geschütz, wenn sich
das
>> Problem einfach mit einem Flugkörper beseitigen läßt,
der in allen drei
>> Deminsionen völlig frei ist?
>
> Warnschüsse? Willst du jedes Fischerboot am Horn von Afrika, das
nicht
> gleich pariert, durch einen Warnschuss mit einem Flugkörper
> beseitigen? Da ist 155mm deutlich günstiger.
Um Fischerboote und Piraten zu erschrecken braucht man keine schwere
Artillerie. Da reichen die leichten Flaktürme. Der Sinn des schweren
Turms ist Feuerunterstützung bei amphibischen Operationen.
Joachim
Re: Deutsche Atomwaffen?
Juergen Nieveler schrieb am 26 Feb 2006 :
> Technisch gar nicht so schwierig machbar - neuere Rohr-Flak-Systeme
> benutzen bereits seit einigen Jahren Selbstzerleger-Munition, deren
> Timer bei passieren der Mündung programmiert wird.
Neuere?
Die Erfindung der Zünderstellmaschine stammt AFAIK aus den 30ern des
letzten Jahrhunderts.
Frank
--
Statistiken im Mathe-Unterricht: "Unsere Zählung ergab, dass 80%
aller
Autos gelb sind. Weitere 17% sind weiß, silbern, rot oder schwarz."
-
"Wo habt ihr denn gezählt?" - "In der Poststraße.
Wieso?"
Re: Deutsche Atomwaffen?
Juergen Nieveler verfasste am 26.02.2006 13:25:
> Ein barometrischer Zünder wäre irgendwie... kontraproduktiv bei
einer
> Flugzeug-Verteidigungswaffe.
Nicht wirklich, wenn er hinreichend genau und auf die Flughöhe des Ziels
einstellbar wäre.
> Man sollte vielleicht doch eher einen
> programmierbaren Zeitzünder nehmen
Das war 1915 Stand der Technik.
> Technisch gar nicht so schwierig machbar - neuere Rohr-Flak-Systeme
> benutzen bereits seit einigen Jahren Selbstzerleger-Munition, deren
> Timer bei passieren der Mündung programmiert wird.
Das war 1930 Stand der Technik.
Die um Größenordnungen wirksamste Lösung war und ist aber seit
1943 der
induktive Näherungszünder.
Joachim
Re: Deutsche Atomwaffen?
Frank Spreer wrote:
>> Technisch gar nicht so schwierig machbar - neuere Rohr-Flak-Systeme
>> benutzen bereits seit einigen Jahren Selbstzerleger-Munition, deren
>> Timer bei passieren der Mündung programmiert wird.
>
> Neuere?
> Die Erfindung der Zünderstellmaschine stammt AFAIK aus den 30ern des
> letzten Jahrhunderts.
Sicher? Und der Zünder wurde erst dann eingestellt wenn die Granate
abgefeuert wird (so wie bei AHEAD)?
Ich weiß nur das bei der Flak36 die Granaten vor dem Abschuß
maschinell
auf die richtigen Werte eingestellt wurden - aber nicht mehr nachdem
sie im Lauf waren, geschweige denn nach dem Abschuß...
Juergen Nieveler
--
Do what you will with this tagline, just dont bother me about it!